Ein Kandidat für den Senat des Bundesstaates Georgia erntete am Samstag jede Menge Spott wegen eines eklatanten Fehlers in einer Anzeige in der Atlanta Jewish Times, die jüdischen Wählern ein "gesegnetes Pessachfest" wünschte und ein Bild von Challah-Brot zeigte, das während des Feiertags nicht verzehrt werden darf.
Nathalie Kanani ist eine Anwältin aus Georgia und demokratische Kandidatin für den State Senate District 14 in Fulton County. Ihre Anzeige sorgte diese Woche in den sozialen Medien für Aufsehen.

"Have A Blessed Passover", lautet die Anzeige in der Druckversion der Zeitung. "Ich wünsche Ihnen ein Pessachfest voller göttlicher Liebe und Segen."
Die Anzeige zeigte offenbar eine blau-weiße Flagge, die über ein Challah-Brot drapiert war und neben einem Paar hoher Kerzen stand.
Beobachter konzentrierten sich jedoch auf den Challah-Brot-Fehler.
Greg Bluestein, politischer Chefkorrespondent der Atlanta Journal-Constitution, schrieb auf X: "Die Pessach-Anzeige des Georgia-Senatskandidaten in der Atlanta Jewish Times dieser Woche zeigt Challah. Es zählt wohl der Gedanke, schätze ich."
Jonah Goldberg, Chefredakteur bei The Dispatch, schrieb auf X: "Nichts geht über eine gute Pessach-Challah. Fast so gut wie ein Jom-Kippur-BLT-Sandwich."
Die progressive politische Kommentatorin Molly Jong-Fast schrieb auf X: "Omg, das ist unglaublich."
Sie fügte hinzu: "Veep war eine Dokumentation."
Die Abgeordnete des Bundesstaates Georgia, Esther Panitch (D), tadelte auf X: "Gott segne ihr Herz, jemand hat Challah in eine Pessach-Anzeige gesetzt. Diese Kandidatin möchte meine Senatorin werden. Als einziges jüdisches Mitglied der Georgia General Assembly stehe ich für Feiertagsberatungen zur Verfügung – oder Sie könnten einfach eine Kandidatin in Betracht ziehen, die den Unterschied kennt und deren Anzeige nur ein paar Seiten nach dieser in der @AtlJewishTimes steht."
Die Journalistin Rachel Feldman schrieb auf X: "Mein Kopf stellt sich gerade Mitarbeitergespräche bei der @AtlJewishTimes vor: 'Sie haben dafür bezahlt…' 'Korrigieren wir sie?' 'Wir sind Werbung, keine Nachrichten.' 'Also können Leute kaufen…' 'Jep.' 'Also korrigieren wir sie nicht?' 'Das wird die Öffentlichkeit tun.' 'Können wir darüber berichten?' 'Das geht mich nichts an.'"


