Fast 40% der führenden Bitcoin-Treasury-Unternehmen handeln unter dem NAV, wobei Strategy mit 17% Abschlag gehandelt wird, was Bedenken hinsichtlich Konsolidierung und M&A aufwirft.
Der Bewertungsdruck auf Bitcoin-Treasury-Unternehmen nimmt zu, da fast 40% der Top-100-Firmen nun unter dem Nettoinventarwert ihrer Bitcoin-Bestände handeln. Die Eigenkapitalfinanzierung unter diesen Bedingungen ist wertvernichtend. Makroanalyst Alex Kruger verglich das aktuelle Modell mit der Prämie vor dem Zusammenbruch des Grayscale Bitcoin Trust im Jahr 2020 und erklärte, es sei nicht nachhaltig.
Treasury-Unternehmen erleben steile NAV-Abschläge
Laut BitcoinTreasuries.net handeln mindestens 37 der Top-100-Bitcoin-Treasury-Unternehmen unter ihrem NAV. Brian Huang, Mitbegründer der Investmentplattform Glider, sagte: „Die erste Welle des Hypes ist vorbei", was das Ende der Prämienära einläutet.
Anfang 2025 gaben Treasury-Unternehmen Aktien im Wert von mehr als dem Bitcoin-Wert aus, wobei die Erlöse zum Kauf zusätzlicher Coins verwendet wurden, ohne die Aktionäre zu verwässern – ein Modell, das nun zusammengebrochen ist.
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Fast 200 börsennotierte Unternehmen halten inzwischen mehr als 1 Million Bitcoin im Wert von etwa 96 Milliarden US-Dollar. Führende Unternehmen wie Strategy wurden früher mit mehr als dem Doppelten ihres Bitcoin-Wertes gehandelt. Heute werden Strategy-Aktien mit einem Abschlag von etwa 17% gehandelt.
Der Rückgang begann im Oktober, wobei die meisten Treasuries hinter Benchmarks wie dem S&P 500 zurückblieben, der 2025 eine Rendite von 16% erzielte. Frankreichs The Blockchain Group war das einzige Treasury, das den S&P 500 in diesem Jahr übertraf.
Makroanalyst Alex Kruger wies darauf hin, dass der Juni 2025 dem Grayscale-Handel vom Dezember 2020 ähnelt. GBTC wurde 2020 mit einer hohen Prämie gehandelt, da institutionellen Anlegern ein reguliertes Bitcoin-Engagement fehlte.
Andererseits gab es später Spot-Bitcoin-ETFs, die diese Prämie eliminierten, und GBTC wurde schließlich mit Abschlägen von bis zu 50% gehandelt. Analysten befürchten, dass einige Treasury-Unternehmen ähnliche Zusammenbrüche im Verhältnis zu ihren Bitcoin-Beständen erleben könnten.
Kapitalherausforderungen bedrohen Treasury-Expansionsmodell
Wenn Treasury-Unternehmensaktien unter dem NAV liegen, kommt es zu einer Verwässerung der tatsächlichen Aktionäre und einer eingeschränkten Fähigkeit, durch die Ausgabe neuer Aktien Geld zu beschaffen. Diese Dynamik kann zu einer „Todesspirale" führen, bei der eine sinkende Nachfrage die Aktienkurse weiter nach unten treibt und die Nachfrage weiter verringert. Berichte zeigen, dass 60% der Bitcoin-Treasuries mehr in den Erwerb von Bitcoin investiert haben, als die aktuellen Marktpreise wert sind, was das Expansionsmodell der Branche riskant macht.
Das gegenwärtige Szenario verdeutlicht die Fallstricke bei der Verwendung von Aktienpremien für das Wachstum von Treasuries. Jedoch sind Konsolidierung und Fusionen der beste Weg für Unternehmen, die NAV-Abschlägen unterliegen. Die Abhängigkeit der Branche von überbewerteten Einschätzungen hat abgenommen, was Unternehmen zwingt, ihre Strategie zu überdenken und sich auf Marktstabilität statt auf aggressive Bitcoin-Akquisitionen zu konzentrieren.
Zusammenfassend stehen Bitcoin-Treasury-Unternehmen vor strukturellen Problemen, da die NAV-Abschläge zunehmen. Mit Strategy bei 17% Abschlag und fast 40% der Unternehmen unter NAV riskiert das Modell eine Wiederholung von Grayscale-ähnlichen Verwerfungen. Anlegern wird geraten, Bewertungen und die Möglichkeit von Konsolidierungen, Fusionen und strategischen Neuausrichtungen genau zu beobachten.
Quelle: https://www.livebitcoinnews.com/bitcoin-treasury-model-faces-grayscale-style-discount-warning/


