Der Bitcoin-Kurs könnte bald kurzfristig steigen. Das sagt der On-Chain-Analyst Willy Woo. Gründe dafür sind neue Wirtschaftspolitiken in den USA, die die Krypto-Nutzung schneller machen könnten.
Laut Woos Datenmodellen haben Investoren am 24. Dezember 2025 das meiste Kapital aus Bitcoin abgezogen. Seitdem fließt wieder mehr Geld in Bitcoin. Für das Jahr 2026 ist Woo vorsichtig, weil es immer weniger Geld im Markt gibt. Trotzdem sieht er aktuell ein vorsichtig bullisches Zeitfenster für die nächsten Wochen.
Im Moment liegt der Bitcoin-Kurs bei ungefähr 90.580 USD. Das ist weniger als die Produktionskosten von etwa 101.000 USD pro Bitcoin für Miner.
Laut dem Analysten Wimar.X führt ein Kurs unter den Miner-Kosten laut Daten aus der Vergangenheit nicht zu Panikverkäufen. Stattdessen drosseln Miner ihre Produktion und warten auf höhere Kurse. Es kommt dann öfter zu Zeiten mit wenig Aktivität, die man als vorübergehenden Boden sehen kann.
Anderswo betont On-Chain-Analyst Willy Woo, dass echte Zuflüsse in den Spotmarkt – und nicht nur Erzählungen oder die Entwicklung der Aktienmärkte – entscheidend für die Erholung des Bitcoin-Kurses sind.
Die aktuelle technische und zuflussbasierte Lage trifft auf einen möglichen Auslöser im großen Maßstab: Präsident Donald Trump will die Zinsen für Kreditkarten für ein Jahr auf 10 Prozent begrenzen. Das soll ab dem 20. Januar 2026 gelten.
Die neue Initiative von Präsident Donald Trump wird viele Menschen in den USA entlasten, indem die Zinsen für Kreditkarten auf 10 Prozent gedeckelt werden. Doch könnten so Kundinnen und Kunden mit einem Score unter 780 schwerer Zugang zu klassischen Krediten bekommen.
Analysten und Leute aus der Krypto-Community warnen, dass diese Nutzer dann eher alternative Finanzsysteme wie Krypto nutzen könnten – zum Beispiel Bitcoin.
Andere weisen darauf hin, dass Banken wie Visa und Mastercard kurzfristig starken Kursschwankungen ausgesetzt sein könnten, weil sie sich auf diese neuen Regeln einstellen müssen und hochriskante Kreditnehmer seltener bedienen dürften.
Fachleute im Bereich Finanzen sagen zudem, dass Banken dann eher Kundinnen und Kunden mit schlechtem Score loswerden könnten. Diese würden vielleicht auf DeFi-Lending-Plattformen wie Aave oder Compound wechseln.
Krypto-Experten meinen, das könnte einen „nahtlosen Adoptionszyklus“ auslösen, wodurch Stablecoins, Bitcoin und Ethereum-basierte DeFi-Angebote noch mehr genutzt würden, weil höhere Nachfrage nach DeFi-Diensten entsteht.
Obwohl Woo aktuell Chancen für einen kurzfristigen Kursanstieg sieht, bleibt er für das Jahr 2026 vorsichtig. Nach Januar 2025 sind die Geldzuflüsse im Vergleich zu den Kursbewegungen gesunken. Dadurch könnten temporäre Anstiege passieren, doch es fehlt oft die nötige Unterstützung für einen dauerhaften Aufwärtstrend.
Dennoch sorgen die Faktoren wie Unterstützung durch Miner-Kosten, mehr Zuflüsse und vielleicht mehr Nachfrage durch Politik für ein Umfeld mit hoher Volatilität beim Bitcoin-Kurs.
Wenn die neue Politik am 20. Januar startet und die aktuellen Geldflüsse anhalten, könnten die kommenden Wochen spannend werden. Dann zeigt sich, ob Bitcoin von diesen Fundamentaldaten und wirtschaftlichen Schocks profitieren kann.
Es entsteht ein seltener Moment, in dem kurzfristige bullische Faktoren auf eine unsichere Lage im großen Bild treffen.
Der Beitrag Analysten erkennen Chance auf Bitcoin-Kursanstieg – Löst Trumps 10-Prozent-Kreditgrenze die Rallye aus? erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


