Eric Adams, der vor zwei Wochen als Bürgermeister von New York City zurückgetreten ist, hat jetzt mit einem eigenen Token namens NYC einen großen Schritt in den Krypto-Bereich gemacht.
Schon weniger als 24 Stunden später hatten mehr als die Hälfte der 4.300 Trader, die den Token gekauft hatten, Verluste gemacht. Das Projekt bekam schnell typische Merkmale eines Memecoins. Analysten bezeichneten das Ganze als klassisches Rug-Pull-Beispiel.
Viele Menschen dachten, dass 2025 das Ende der Memecoin-Welle gewesen sei.
Nach mehreren bekannten Memecoin-Projekten von amtierenden Präsidenten, die mit Hunderttausenden USD Verlust endeten, gab es deutlich weniger Unterstützung von Kleinanlegern.
Eric Adams hat diesen Trend jedoch offenbar wiederbelebt, bevor er ganz vorbei war. Am Montag hat der ehemalige Bürgermeister von New York auf Social Media die Einführung des NYC-Tokens angekündigt.
Adams erklärte, dass das Projekt „gegen die schnelle Verbreitung von Antisemitismus und Anti-Amerikanismus“ kämpfen solle.
Der Start führte allerdings zu großen Verlusten für die meisten Trader. Der NYC-Token erreichte schnell eine Marktkapitalisierung von 600 Mio. USD, stürzte dann jedoch auf unter 100.000 USD ab.
Da solche Situationen schon öfter passiert sind, suchte die Krypto-Community schnell nach Insidern.
Eine spätere Analyse von Bubblemaps, einer Plattform für Blockchain-Analysen, zeigte: Eine Wallet, die mit dem Herausgeber des Tokens verbunden war, zog etwa 2,5 Mio. USD in USDC aus dem Liquiditätspool ab, als der Kurs von NYC sein Hoch erreichte.
Nachdem der Token um 60 Prozent gefallen war, haben die Ersteller von NYC Token im Wert von 1,5 Mio. USD wieder in den Pool gelegt.
Die Aktion half dem Kurs nicht wirklich. Was mit der restlichen 1 Mio. USD passiert ist, weiß man nicht genau.
Inzwischen mussten Anleger ihre Verluste akzeptieren.
Am Mittwoch zeigte Bubblemaps, dass 60 Prozent der 4.300 Trader, die in den Token investiert hatten, Geld verloren haben. Mehr als die Hälfte hat dabei weniger als 1.000 USD verloren; andere haben viel größere Verluste erlitten. Fünfzehn von ihnen verloren mehr als 100.000 USD.
Beim Blick auf den Start hat Molina Parallelen zu bekannten Rug Pulls gezogen, wie dem LIBRA-Token, der im Februar von Argentiniens Präsident Javier Milei gestartet wurde.
Trotzdem kam schnell der Vorwurf auf, Adams sei ein Insider gewesen.
Am Mittwoch gab Todd Shapiro, Sprecher von Adams, eine Stellungnahme zu den Rug-Pull-Vorwürfen ab.
Die Stellungnahme fügte hinzu: Wie bei vielen neu gestarteten Token gab es anfangs eine hohe Volatilität.
Trotzdem konnte diese Erklärung die Kritik an Adams kaum stoppen. Er hatte schon früher eine besondere Rolle in der Krypto-Szene.
Als Bürgermeister von New York City galt Adams als engagierter Krypto-Befürworter. Er lobte oft Bitcoin und die Blockchain-Technologie. Noch vor Amtsantritt kündigte er an, seine ersten drei Gehälter als Bürgermeister in Bitcoin zu erhalten.
Seine Amtszeit war jedoch umstritten. Es gab Korruptionsvorwürfe und historisch schlechte Umfragewerte, was Adams den Weg zur Wiederwahl erschwerte.
Wie schon US-Präsident Donald Trump, der vor seiner Wiederwahl Krypto-Lobbyisten umwarb, wollte auch Adams sich als Krypto-freundlicher Politiker positionieren. Doch das brachte ihm keine zweite Amtszeit ein.
Trotz allem war der Start des NYC-Tokens das erste Mal, dass Adams selbst ein Krypto-Projekt vorgestellt hat. Der Start ist bisher recht holprig.
Der Beitrag Über 60 Prozent der Trader verlieren Geld mit Eric Adams‘ NYC-Token erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

