Bitcoin und der Rest des Kryptomarktes haben einen harten Fall erlebt. Innerhalb weniger Stunden wurde fast der gesamte Anstieg der vergangenen Woche zunichtegemacht und das hat alles mit Donald Trumps deutlichem Willen zu tun, Grönland in die Hände zu bekommen. Dadurch ist ein neuer Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und Europa entflammt und das ist nicht das, worauf Investoren warten.
Der Crash kommt überhaupt nicht unerwartet. Der amerikanische Präsident hat es schon seit einiger Zeit auf Grönland abgesehen, das Teil des Königreichs Dänemark ist. Vergangenen Samstag nutzte er seine bekannte Waffe und drohte acht europäischen Ländern (darunter die Niederlande) ab dem 1. Februar einen Importzoll von zehn Prozent aufzuerlegen. Es geht um Länder, die an einer dänischen Militärmission in Grönland teilnehmen.
Auf diese Weise hofft Trump, dass er zufriedengestellt wird, aber die Europäische Union ist gestern mit einem Maßnahmenpaket von 93 Milliarden Euro gekommen.
So steht es hart auf hart und der Handelskrieg zwischen den beiden Weltmächten ist wieder zurück. Das hat für einen heftigen Crash auf den Finanzmärkten gesorgt.
Die amerikanische Börse bleibt heute wegen des Martin Luther King Day geschlossen, aber die Futuresbörse öffnete gestern Abend ganz normal ihre Türen. Wie erwartet färbten sich die Bildschirme sofort blutrot und das hat auch dem Kryptomarkt viel Schmerz zugefügt.
Um Mitternacht stand der Bitcoin-Kurs noch bei 95.500 Dollar, aber noch keine anderthalb Stunden später war die Coin für 92.000 Dollar zu kaufen. Ein schmerzhafter Rückgang von fast 3,7 Prozent.
Der Bitcoin-Preis der vergangenen 24 Stunden. – Quelle: CoinGecko
Nur Gold und Silber wissen von der Unruhe zu profitieren, wie es oft der Fall ist.
Der Bitcoin-Kurs scheint sich in einem Aufwärtskanal zu befinden und könnte noch weiter fallen bis knapp über 90.000 Dollar.
Die 100.000 Dollar können wir fürs Erste jedenfalls abschreiben. Dabei war gerade viel Optimismus entstanden, dass die magische Grenze schnell wieder erreicht werden würde.
Zum Zeitpunkt des Schreibens steht der Bitcoin-Kurs auf der Kryptobörse Coinbase bei 92.596 Dollar. Auf der Kryptobörse Bitpanda kommt der BTC-Preis in Euro damit auf 79.651. Im Vergleich zu vor 24 Stunden steht BTC 2,71 Prozent im Minus.
Die Frustration unter Krypto-Investoren steigt durch die Aktionen des amerikanischen Präsidenten. Vor allem Altcoins werden hart getroffen und schneiden deutlich schlechter ab als Bitcoin.
Ethereum ist 3,63 Prozent gefallen und das fällt eigentlich noch gut aus. Ripple hat 5,06 Prozent verloren, Solana 6,66 Prozent und Cardano sogar 8,53 Prozent.
Privacy-Coin Monero, die zwölftgrößte Krypto, steht auf wundersame Weise noch auf einem schönen Gewinn von 6,08 Prozent. Hier und da gibt es noch ein paar andere Gewinner, aber im Allgemeinen erlebt der Kryptomarkt einen dramatischen Wochenstart.
Het bericht Bitcoin und Kryptomarkt stürzen nach Trumps Grönland-Drohungen ab verscheen eerst op Crypto Insiders.


