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Eilmeldung: Trump nominiert Warsh als neuen Zentralbankchef

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat Kevin Warsh zum neuen Vorsitzenden der US-Zentralbank, der Federal Reserve, ernannt. Warsh ist bekannt als Kritiker der aktuellen Geldpolitik und soll den derzeitigen Vorsitzenden Jerome Powell ablösen.

Die Ankündigung sorgte umgehend für Unruhe an den Finanzmärkten.

Kurz zusammengefasst:

  • Donald Trump will den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Zentralbank einsetzen, als Nachfolger von Jerome Powell.
  • Die Finanzmärkte reagierten sofort: Der Dollar und die Anleiherenditen stiegen, während Aktien, Gold und Bitcoin (BTC) an Wert verloren.
  • Die Wahl des als kritisch geltenden Warsh verschärft die Diskussion über die Unabhängigkeit der Zentralbank.

Märkte reagieren auf härteren Kurs

Als die Nachricht über Warshs mögliche Ernennung publik wurde, reagierten die Börsen prompt. Der US-Dollar gewann im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen um ein halbes Prozent an Wert.

Gleichzeitig verloren Gold und Bitcoin rund sieben beziehungsweise gut zwei Prozent. Auch die US-Aktienmärkte deuteten auf eine schwächere Eröffnung hin.

Nach der tatsächlichen Nominierung fielen die Marktreaktionen jedoch differenzierter aus: Der Bitcoin-Kurs legte um ein halbes Prozent zu und stieg von 82.600 auf über 83.000 US-Dollar. Der Goldpreis stieg um 850 Euro pro Kilogramm.

Anleger bereiten sich offenbar auf eine restriktivere Geldpolitik unter Warsh vor.

Eine kleinere Bilanz bedeutet in der Regel, dass weniger Geld in die Wirtschaft gepumpt wird – was das Wachstum bremsen kann.

Wer ist Kevin Warsh?

Kevin Warsh (55) ist in der Finanzwelt kein Unbekannter. Zwischen 2006 und 2011 war er bereits Gouverneur bei der Federal Reserve.

Als er mit 35 Jahren in das Amt eintrat, war er der jüngste Gouverneur in der Geschichte der Notenbank. Zuvor war er wirtschaftlicher Berater von Präsident George W. Bush.

Warsh ist für seine scharfe Kritik an der Fed bekannt. Er sprach in der Vergangenheit von einem „Glaubwürdigkeitsproblem“ und forderte eine radikale Neuausrichtung der Geldpolitik.

Seiner Meinung nach ist ein strengerer Kurs notwendig – was in der Regel höhere Zinsen zur Folge hat, um die Wirtschaft zu zügeln.

Politische Spannungen und wie es weitergeht

Die Nominierung erfolgt zu einem angespannten Zeitpunkt für das Verhältnis zwischen Politik und Zentralbank. Seit 2018 hat Trump den derzeitigen Vorsitzenden Powell wiederholt kritisiert und unter Druck gesetzt, die Zinsen zu senken.

Die Unabhängigkeit der Fed ist damit erneut ins Zentrum der Debatte gerückt.

Allerdings ist die Ernennung von Warsh noch nicht endgültig. Der US-Senat muss der Entscheidung mit einfacher Mehrheit zustimmen.

Das könnte schwierig werden: Der republikanische Senator Thom Tillis hat bereits angekündigt, alle Nominierungen für die Fed zu blockieren, solange ein rechtliches Verfahren gegen Powell läuft.

Selbst wenn Warsh bestätigt wird, bedeutet das nicht, dass Jerome Powell sofort ausscheidet. Seine Amtszeit als Gouverneur läuft noch zwei Jahre. Er könnte sich entscheiden, diese wie geplant zu beenden – auch wenn er dann nicht mehr Vorsitzender der Notenbank ist.

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