Ein Gericht in Delaware hat entschieden, dass eine Aktionärsklage gegen Brian Armstrong, Vorstandsmitglied Marc Andreessen und andere Coinbase-Direktoren fortgesetzt werden darfEin Gericht in Delaware hat entschieden, dass eine Aktionärsklage gegen Brian Armstrong, Vorstandsmitglied Marc Andreessen und andere Coinbase-Direktoren fortgesetzt werden darf

Coinbase sieht sich Insiderhandels-Klage gegenüber, da Richter in Delaware Verfahren zulässt

2026/01/31 23:17

Ein Gericht in Delaware hat entschieden, dass eine Aktionärs-Derivatklage gegen Brian Armstrong, Vorstandsmitglied Marc Andreessen und andere Coinbase-Direktoren fortgesetzt werden darf, obwohl eine interne Untersuchung die Angeklagten zuvor von Fehlverhalten freigesprochen hatte.

Die Entscheidung hält einen der bedeutendsten Governance-Fälle im Zusammenhang mit einer großen US-Krypto-Börse am Leben.

Die Entscheidung konzentriert sich nicht auf die Feststellung einer Haftung, sondern darauf, ob das interne Verfahren des Unternehmens zur Abweisung des Falls ausreichend unabhängig und frei von Interessenkonflikten war.

Richter lehnt Versuch zur Abweisung des Falls ab

Die Kanzlerin von Delaware, Kathaleen St. J. McCormick, lehnte einen Antrag auf Beendigung der Klage ab, der von einem speziellen Prozessausschuss (SLC) gestellt worden war, der vom Vorstand von Coinbase gebildet wurde. Während der Ausschuss zu dem Schluss kam, dass die Verfolgung des Falls nicht im besten Interesse des Unternehmens sei, äußerte das Gericht Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit des Ausschusses.

In ihrer Stellungnahme wies Richterin McCormick auf mögliche Interessenkonflikte hin und merkte an, dass ein Ausschussmitglied umfangreiche berufliche Verbindungen zu Andreessen sowie zur Anwaltskanzlei hatte, die die Untersuchung durchführte. Diese Beziehungen, so schrieb sie, seien ausreichend, um Zweifel daran aufkommen zu lassen, ob der Ausschuss unvoreingenommene Urteile fällen könne, was die Ablehnung des Abweisungsantrags rechtfertige.

Vorwürfe des Insiderhandels aus der Direktnotierung 2021

Die Klage, die erstmals 2023 eingereicht wurde, behauptet, dass Coinbase-Insider wesentliche nicht-öffentliche Informationen nutzten, um während und kurz nach der Direktnotierung des Unternehmens im Jahr 2021 Aktien im Wert von mehr als 2,9 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Laut der Beschwerde ermöglichten diese Verkäufe den Insidern, Verluste von mehr als 1 Milliarde US-Dollar zu vermeiden, als die Coinbase-Aktien in den Folgemonaten fielen.

Die Einreichung detailliert einzelne Transaktionen und behauptet, dass Brian Armstrong Aktien im Wert von etwa 291,8 Millionen US-Dollar verkaufte, während Marc Andreessen über Andreessen Horowitz etwa 118,7 Millionen US-Dollar verkaufte. Die Angeklagten haben Fehlverhalten bestritten und argumentiert, dass die Verkäufe im Voraus geplant und ordnungsgemäß offengelegt wurden.

Zusätzliche Vorwürfe der Risikoverschleierung

Eine damit zusammenhängende Klage, die Ende 2025 eingereicht wurde, erweiterte die Vorwürfe und behauptete, dass Coinbase-Führungskräfte Schwächen in der Know-Your-Customer (KYC)- und Anti-Geldwäsche-Compliance sowie die Schwere laufender behördlicher Untersuchungen verschleiert hätten. Die Kläger argumentieren, dass diese Auslassungen dazu beigetragen haben, den Aktienkurs von Coinbase künstlich aufzublähen, zum Nachteil öffentlicher Aktionäre.

Diese Behauptungen bleiben unbewiesen, aber die Entscheidung von Richterin McCormick erlaubt es ihnen, weitere Prozessstufen zu durchlaufen.

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Gemischte Rechtslandschaft für Coinbase

Die Entscheidung erfolgt inmitten eines komplexen rechtlichen Hintergrunds für Coinbase. Im Februar 2025 stimmte die U.S. Securities and Exchange Commission zu, ihre primäre zivilrechtliche Durchsetzungsmaßnahme gegen das Unternehmen mit Präjudiz abzuweisen, nach einer Änderung der regulatorischen Haltung unter der Trump-Administration.

Gesondert kündigte Coinbase Ende 2025 Pläne an, seine rechtliche Registrierung nach Texas zu verlegen, unter Berufung auf das, was es als "unvorhersehbare" Urteile in Delaware bezeichnete, auf der Suche nach einem unternehmensfreundlicheren Umfeld.

Was als Nächstes passiert

Während sie den Fall fortschreiten lässt, betonte Richterin McCormick, dass ihre Entscheidung keine Schuld feststellt. Sie merkte an, dass der Bericht des speziellen Prozessausschusses eine "überzeugende Darstellung" zur Verteidigung der Direktoren präsentierte, was die Möglichkeit offenlässt, dass sie bei einem Prozess noch obsiegen könnten.

Vorerst stellt die Entscheidung sicher, dass die Führung von Coinbase sich weiterhin gerichtlicher Prüfung im Zusammenhang mit Insiderhandel und Governance-Praktiken im Zusammenhang mit ihrem öffentlichen Börsendebüt gegenübersehen wird, ein Ergebnis mit Auswirkungen, die weit über ein einzelnes Unternehmen im Krypto-Sektor hinausgehen.

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