Ripple hat am 1. Februar ungefähr 1 Milliarde XRP (XRP) aus der Verwahrung freigegeben und setzt damit den seit Langem bestehenden monatlichen Freigabeplan fort.
Die geplante Freigabe folgte auf einen schwachen Januar-Abschluss für XRP, als der Coin um mehr als zehn Prozent gefallen ist. Der Verkaufsdruck setzte sich im neuen Monat fort und der Kurs fiel weiter, ebenso wie der Gesamtmarkt rückläufig war.
Laut On-Chain-Daten wurden die Freigaben in vier Überweisungen aufgeteilt: 100 Millionen, 400 Millionen, 100 Millionen und 400 Millionen XRP. Zusammen hatten sie zum Zeitpunkt der Durchführung einen Wert von etwa 1,6 Mrd. USD.
Ripples monatliche Freigaben sind Teil eines geregelten Mechanismus zur Verwaltung des Angebots und kein unerwartetes Ereignis am Markt. Das System wurde 2017 eingeführt. Damals wurden 55 Mrd. XRP in die Verwahrung gelegt, sodass pro Monat maximal 1 Mrd. XRP transparent und vorhersehbar freigegeben werden können.
Nach diesem Prinzip sperrt Ripple in der Regel zwischen 60 und 80 Prozent der freigegebenen Token wieder ein und behält nur einen Teil für Betriebskosten oder Liquiditätsbedarf. Auch in diesem Monat gab es dieses Muster.
Whale Alert meldete, dass Ripple 700 Millionen XRP in zwei getrennten Transaktionen (400 Millionen und 300 Millionen XRP) im Wert von insgesamt rund 1,09 Mrd. USD erneut in die Verwahrung gelegt hat. Am Ende dieser Freigabereihe bleiben somit netto 300 Millionen XRP entsperrt.
Bisher hatten diese monatlichen Bewegungen in der Verwahrung meist nur einen geringen kurzfristigen Einfluss auf den Markt. Dennoch steht XRP unter Druck, weil generell weniger Risiko-Bereitschaft am Markt herrscht.
Die Daten von BeInCrypto Markets zeigen, dass der Kurs von XRP im Januar um 10,6 Prozent gefallen ist und am letzten Handelstag des Monats auf ein Tief von 1,50 USD fiel. Das war der niedrigste Wert für XRP seit dem Crash im Oktober.
Gerade einmal zwei Tage nach Beginn des Februars ist XRP bereits um mehr als sechs Prozent gefallen und folgt damit dem allgemeinen Marktrückgang, der auch Bitcoin und Ethereum auf Mehrmonatstiefs gebracht hat. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Kurs von XRP bei 1,57 USD, was einem Rückgang von fast fünf Prozent innerhalb der letzten 24 Stunden entspricht.
Angesichts des anhaltenden Rückgangs sind sich Analysten uneinig, ob nun eine Erholung oder weitere Rückgänge wahrscheinlicher sind. Ein Analyst hat darauf hingewiesen, dass XRP womöglich einen ähnlichen langfristigen Zyklus wie früher durchläuft. Dies könnte bedeuten, dass die nächste größere Rallye erst in mehreren Jahren kommt.
Laut dieser Analyse hat XRP in der Vergangenheit meist lange Phasen der Konsolidierung gezeigt, bevor der Kurs dann im späteren Zyklus kräftig angestiegen ist.
Ein anderer Analyst sagte, dass sich der XRP-Kurs aktuell in einer „Phase der Wiederakkumulation“ befindet. Dadurch könnte es zu einer Fortsetzung des Trends auf höherer Zeitebene kommen.
Währenddessen haben Kommentare von David Schwartz, einem der Haupt-Architekten des XRP Ledgers (XRPL), die besonders optimistischen Preisziele innerhalb der XRP-Community in Frage gestellt.
Schwartz erklärte, dass wenn vernünftige Investoren glauben würden, dass XRP eine 10-Prozent-Chance hat, in den nächsten Jahren auf 100 USD zu steigen, der Token nicht auf dem aktuellen Niveau bleiben würde. Seiner Meinung nach würden diese Investoren nicht unter 10 USD verkaufen und lieber weiter kaufen, sodass das Angebot schnell aufgebraucht wäre.
Diese Sichtweise steht im starken Gegensatz zu den Erzählungen, die oft in der Krypto-Community verbreitet werden. Denn dort werden häufig bullische Prognosen geteilt. Der Ansatz legt nahe, dass der Marktpreis meist eine bessere Darstellung der Meinung der Mehrheit zeigt als die optimistischeren Prognosen aus sozialen Netzwerken.
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