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Insolvente Kryptofirma weckt Angst vor neuer FTX-Pleite

2026/03/17 23:41
2 Min. Lesezeit
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BlockFills, ein US-amerikanisches Kryptounternehmen für große, professionelle Kunden, hat Insolvenzschutz beantragt. Aus Gerichtsunterlagen geht ein erhebliches finanzielles Defizit hervor, zudem sind Vorwürfe von Betrug aufgekommen.

Vereinzelt werden Vergleiche mit dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX gezogen.

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Kurz zusammengefasst

  • BlockFills hat am 15. März ein Insolvenzverfahren (Chapter 11) eingeleitet, um das Unternehmen zu reorganisieren.
  • Schulden könnten sich auf bis zu 500 Millionen Dollar belaufen, während die Vermögenswerte höchstens 100 Millionen Dollar betragen.
  • Das Unternehmen soll Kundengelder für eigene Zwecke verwendet haben, ähnlich wie beim Betrugsskandal um FTX.

Großes Loch im Budget

Der Insolvenzantrag, eingereicht im US-Bundesstaat Delaware, offenbart ein erhebliches finanzielles Defizit. Die Vermögenswerte werden auf 50 bis 100 Millionen Dollar geschätzt, gegenüber Schulden von 100 bis 500 Millionen Dollar.

BlockFills hat etwa 2.000 professionelle Kunden, darunter Hedgefonds und Vermögensverwalter.

Bereits im Februar stellte das Unternehmen die Verarbeitung von Auszahlungen und Einzahlungen ein. Als Grund wurden die „aktuellen Marktbedingungen“ genannt.

Klage und Vorwürfe

Neben den finanziellen Problemen läuft auch eine Klage gegen das Unternehmen. Ein anderes Unternehmen, Dominion Capital, wirft BlockFills vor, Kundengelder für eigene Investitionen verwendet und große Verluste verschwiegen zu haben.

Aufgrund dieses Verfahrens hat ein Richter dem Unternehmen bereits vorübergehende Einschränkungen auferlegt. Der Mitgründer und Geschäftsführer Nicholas Hammer ist inzwischen zurückgetreten und wurde durch einen Interimsleiter ersetzt.

Vergleich mit FTX: vom Ausmaß her geringer

Die Vorwürfe, etwa der Missbrauch von Kundengeldern, erinnern an den Betrugsfall rund um die Kryptobörse FTX.  Das Ausmaß scheint jedoch deutlich geringer zu sein, so auch Andrew Rossow, Anwalt und CEO von AR Media Consulting, im Gespräch mit Decrypt.

Während der Schaden bei FTX in die Dutzenden Milliarden Dollar ging und Millionen von Kunden betraf, handelt es sich hier um einige hundert Millionen Dollar.

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